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Diagnostik

Die Diagnose ist die grundlegende Basis von der wir unseren Behandlungsplan für unsere Patienten ableiten. Daher ist es notwendig, dass wir in der Diagnose alle Befunde und diagnostischen Symptome erkennen und richtig zuordnen. Einige Krankheiten sind nur durch unspezifische Symptome gekennzeichnet und stellen hohe Anforderungen an die Diagnosefindung.

Folgende Diagnoseverfahren werden bei uns durchgeführt:
  hoertest

Audiometrie

Audiometrie (Hörtest): Die Audiometrie umfasst eine Gruppe unterschiedlicher Verfahren. Die Gehörfunktion lässt sich so genauer überprüfen als mit einfachen Hörtests. Wir stellen mit diesen Untersuchungen die Art und den Grad der Schwerhörigkeit des Patienten fest. Alle audiometrischen Verfahren werden in speziellen, schallgedämpften Räumen durchgeführt.

Tonaudiometrie: Sie ist die am häufigsten durchgeführte Form der Audiometrie. Ein Tongenerator erzeugt Sinustöne verschiedener Frequenzen. Sie reichen vom Tiefton- (125 Hertz, Hz) bis zum Hochtonbereich (8.000 Hz). Die Hörschwelle wird in Dezibel (dB) gemessen.

Sprachaudiometrie: Über einen Kopfhörer bekommt der Patient mehrsilbige Zahlen und anschließend einsilbige Testwörter vorgespielt. Der Patient muss die Zahlen und Wörter wiederholen. Wir können so feststellen, wie viel Prozent der Zahlen und Wörter der Patient in den verschiedenen Lautstärken hört. Ein Sprachaudiogramm hält die Kurven für das Zahlen- und Wortverständnis fest.

Neurootologie (Innenohrmessung, Überprüfung des Hörnerven, Gleichgewichtsprüfung)

Schwindel ist eines der häufigsten Symptome in der Medizin. Die Ursachen sind vielfältig und können oft nur mit aufwändigen Untersuchungen gefunden werden. Hierfür stehen uns modernste apparative Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Elektronystagmographie
  • Hirnstammaudiometrie
  • thermischer Test des Gleichgewichtsorgans

Die Hirnstammaudiometrie (BERA) gehört zu den objektiven Testmethoden in der Hördiagnostik. Es werden vier Elektroden am Kopf angebracht (ähnlich des aus der Neurologie bekannten EEG´s). Daraufhin erfolgt die akustische Reizung des Hörorganes über den angeschlossenen Kopfhörer. Mit Hilfe eines Computers werden nun die Ströme herausgefiltert, die zum Hörnerv gehören. Anhand des nun sich ergebenen Schwingungsbildes kann man die Funktionsfähigkeit der Hörnerven bestimmen. Diese Diagnostik ist bei nahezu jeder Innenohrstörung von erheblicher Bedeutung.

Neugeborenen Hörscreening

Die Erkennung frühkindlicher Hörstörungen ist für die Vermeidung von Entwicklungsstörung von entscheidener Bedeutung.
Mit der Messung der Otoakustischen Emissionen ist die frühzeitige Erkennung von Hörstörungen schon im Neugeborenenalter möglich.
Die Messung basiert auf der Grundlage, dass das Innenohr nicht nur Töne empfangen kann, sondern auch Töne abgeben kann. Diese Emissionen geben den Hinweis, ob ein normal funktionierendes Innenohr vorliegt.
Der Test wird in 60 Sekunden durchgeführt und wird vom Kind gut toleriert.

Tinnitus-Diagnostik

Ungefähr 40% aller Menschen machen einmal in ihrem Leben Erfahrungen mit Ohrgeräuschen. Nur rund 20% der Personen, die unter chronischem Tinnitus leiden, empfinden den Ton jedoch als starke Belastung (dekompensierter Tinnitus).
Menschen mit Tinnitus bilden sich den Ton im Ohr nicht ein: In vielen Fällen können z. B: Tonhöhe und Lautstärke mit audiologischen Testverfahren erfasst werden, auch wenn der Tinnitus nicht mit einem Mikrofon messbar ist.
Ein dekompensierter Tinnitus erhält zunehmend Aufmerksamkeit. Weil es für das Gehirn allerdings schwierig ist, sich auf zwei Dinge zu konzentrieren, hilft es, die Aufmerksamkeit auf andere Eindrücke zu lenken. Das nimmt dem Tinnitus den Raum und lenkt von seiner Präsenz ab.
Tinnitus ist ein Syndrom und keine Krankheit. Seine Ausprägung erhält der Ton im Gehirn und wird auch gerne mit Phantomschmerz verglichen. Es darf nicht unterschätzt werden, dass Tinnitus trotzdem eine starke Belastung sein kann.
Individuelle Beratungsgespräche und Therapieformen in unserer Praxis helfen, die Säulen der Aufrechterhaltung von Ohrgeräuschen "einzureißen". Wir bieten vielfältige Möglichkeiten, die wahrgenommene Lautstärke zu verringern und damit die Belastung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
Wir unterscheiden akute und chronische Beschwerden. Die Tinnitus-Diagnostik umfasst folgende Untersuchungen:


  • HNO-ärztliche Untersuchung mit Trommelfellmikroskopie
  • Nasenrachenraumendoskopie
  • Prüfung der Tubendurchgängigkeit
  • Tonschwellenaudiometrie     
  • Unbehaglichkeitsschwelle     
  • Tinnitus-Matching: Bestimmung der Lautheit und der Frequenzcharakteristik des Tinnitus
  • Tympanometrie und Stapediusreflexe
  • Otoakustische Emissionen
  • Hirnstammaudiometrie     
  • Orientierende Untersuchungen des Gleichgewichtssystemes, der Halswirbelsäule, des Gebisses sowie des Kauapparates

www.tinnitus-zentrum.ch

Vestibularis-Diagnostik (Gleichgewichtsprüfung)

Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern nur ein Symptom einer Störung des komplexen Gleichgewichts-Systems unseres Körpers. Dementsprechend schwierig ist die Klärung der Krankheitsursachen.

Die Vestibularis-Diagnostik besteht aus :

  • der Gleichgewichtstestung mit der Frenzelbrille (Prüfung auf Spontan-, Provokations-, Blickrichtungs- und Lage- / Lagerungsnystagmus)
  • der Überprüfung der vestibulospinalen Reaktionen (Stehversuch nach Romberg, Unterberger'scher Tretversuch, Blindgang)
  • der cerebellären Koordination sowie der Hirnnervenfunktionen

Darauf folgt der sogenannte technische Untersuchungsteil unter Anwendung der Computernystagmographie mit kalorischer Reizung der Gleichgewichtsorgane.

Allergie-Tests (Hauttest, nasale Provokationstests, Blutuntersuchung,)

Die Allergologie ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Praxis. Dadurch können wir unseren Patienten eine optimale Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen anbieten. Nach einer ausführlichen Anamnese setzt unsere umfassende Diagnostik ein.

Die Diagnostik allergischer Erkrankungen umfasst:

Hauttest (Pricktest/Scratchtest):
Beim Pricktest werden verschiedene Allergene in Tropfenform auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen. Hier wird die Haut dann mit Hilfe einer feinen Lanzette oder Nadel oberflächlich eingestochen, was dem Patienten in der Regel keine Schmerzen bereitet. Als Messpunkt dient der körpereigene Stoff Histamin. Wenn der Patient auf eines dieser Allergene reagiert, kommt es im Bereich des entsprechenden Allergentropfens nach fünf bis 30 Minuten zu Rötung, Juckreiz und Quaddelbildung. Beim Scratchtest werden spezielle Substanzen (z.B. Haare, Gewebsmaterialien vom eigenen Haustier) direkt auf die Haut gegeben.

Nasaler Provokationstest:
Der Patient atmet ein Spray mit Allergenextrakt (z. B. Pollenallergenen) in die Nase ein. Bei positivem Ergebnis müssen sich innerhalb der nächsten 20 Minuten Niesreiz, Nasenlaufen und eine Schwellung der Nasenschleimhäute einstellen.

Rast-Bluttest:
Dieser Test wird besonders bei Kindern durchgeführt. Hierzu wird eine Blutprobe auf Antikörper gegen allergieauslösende Substanzen untersucht.

Polygraphie (Schnarchuntersuchung, Abklärung eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms)

Wir führen die ambulante Schlaf- und Schnarchdiagnostik (Polygraphie) durch. Mit Hilfe dieser Untersuchung ist es möglich, zwischen harmlosem Schnarchen, Schnarchen mit zeitweiligem Sauerstoffmangel im Blut und dem sog. Schlaf-Apnoe-Syndrom zu unterscheiden.

Schnarchgeräusche entstehen in den oberen Atemwegen und werden durch Vibrationen des Gaumensegels, des Zäpfchens (Uvula) sowie des Zungengrundes erzeugt.
Die Schnarchdiagnostik wird häufig mittels einer flexiblen Endoskopie durchgeführt. Dabei wird nach oberflächlicher Betäubung der Schleimhaut eine Fiberglasoptik durch die Nase bis zum Kehlkopf vorgeschoben. Wir können dadurch pathologische Veränderungen oder funktionsbehindernde anatomische Variationen direkt beurteilen.
In der Schnarchdiagnostik werden vor allem der weiche Gaumen, das Zäpfchen, die Mandelregion, die tiefer liegenden Regionen des Kehlkopfes und der Zungengrund samt der Schluckstrasse begutachtet. Die Untersuchung ist standardisiert und wird in einer bestimmten Lage und Reihenfolge durchgeführt. Mit Hilfe dieser erweiterten Diagnostik lässt sich dann der Ort der Schnarchentstehung bestimmen.

Um eine genaue Unterscheidung zwischen Schnarchen und Schlafapnoe vorzunehmen, ist neben einer gezielten Befragung, ein Schlafapnoe-Screening erforderlich. Für eine Nacht wird dem Patienten ein kleines Gerät mit nach Hause gegeben, welches das Schnarchgeräusch, Atempausen, Herzfrequenz, Körperlage, Brust- und Bauchbewegungen und die Sauerstoffsättigung im Blut während der ganzen Nacht registriert. Der Befund dieser Untersuchung wird mit Ihnen anschließend besprochen.

Rhinomanometrie (Messung der Nasenatmung)

Nasenatmungsbehinderungen sind ein häufiges Symptom. Die Rhinomanometrie ist ein Messverfahren zur Bestimmung des Luftwiderstandes beim Atmen durch die Nase. Mit Hilfe einer speziellen Atemmaske wird während des Ein- und Ausatmens der Differenzdruck zwischen dem Raum vor dem Nasenloch und der Mundhöhle gemessen.
Mit dieser Methode können wir das Ausmaß der Behinderung der Nasenatmung messen. Diese Untersuchung dient zur Beurteilung der Beschwerden vor einer Operation und der Kontrolle nach einer Operation der Nase. Wir können dadurch auch prüfen, ob ein etwaiger Schwellzustand der Nase für die Behinderung verantwortlich ist.

Sonographie (Ultraschalluntersuchung der Nebenhöhlen, Speicheldrüsen, Gesichts- und Halsweichteile)

Mit einem Ultraschallgerät lassen sich die Halsweichteile, Speicheldrüsen und die Nasennebenhöhlen untersuchen. Hochfrequente Schallwellen werden über einen Schallkopf in den Körper geschickt. Die als Echo zurückkommenden Schallwellen werden vom Gerät registriert und in ein Bild umgewandelt. Besonders Weichteilstrukturen können hiermit sehr genau dargestellt werden. Die Ultraschalluntersuchung stellt in vielen Fällen eine gute, schonende Alternative zur Röntgendiagnostik dar.

Endoskopien von Rachen, Kehlkopf, Nase und Ohren

Die Endoskopie ist eine Untersuchung von Körperhöhlen und Hohlorganen mit Hilfe eines Endoskops zu Diagnose- und Behandlungszwecken. Dieses Verfahren wird u. a. bei Erkrankungen zahlreicher anderer Organe sowie bei der Untersuchung von Organen im HNO-Bereich wie beispielsweise Trommelfell, Nase, Nasenrachenraum und Kehlkopf angewandt.

Ein Endoskop ist ein röhrenförmiges Gerät, das zur Licht- und Bildübertragung mit einer starren oder flexiblen Kaltlichtglasfaseroptik arbeitet. Um ein Bild von der zu untersuchenden Körperregion zu erhalten, wird Licht über die umgebenden Lichtleitfasern durch das Endoskop geleitet. Da jede einzelne Glasfaser über die ganze Länge des Endoskops genau ausgerichtet ist, wird das übertragene Bild nicht verzerrt. Die Spitze des flexiblen Endoskops kann um 180 Grad bewegt werden. Starre Endoskope haben Blickwinkel von 0°, 30° und 70° und besitzen teilweise Lupenfunktion.

Stimm- und Sprachdiagnostik

Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen stellen keine eigenständigen Krankheitsbilder dar, sondern sind Ausdruck einer zu Grunde liegenden körperlichen oder psychischen Erkrankung. Die Diagnostik umfasst eine genaue Untersuchung des Kehlkopfes und die Beurteilung der Stimmbänder.

Stimmstörungen zeichnen sich durch eine fehlerhafte Stimmbildung aus und werden durch Erkrankungen des Kehlkopfes oder funktionelle Störungen der Stimmwerkzeuge, insbesondere der Stimmlippen, verursacht. Auch ein fehlerhafter Gebrauch der Atemmuskulatur beim Sprechen kann zu Stimmstörungen führen.

Bei Sprechstörungen handelt es sich im Wesentlichen um eine Störung der Lautbildung, der so genannten Artikulation. Periphere Sprechstörungen sind durch Erkrankungen wie Gaumensegellähmungen, Gaumenspalte oder psychische Störungen bedingt und äußern sich durch Stammeln, Poltern oder Stottern. Zentrale Sprechstörungen dagegen werden durch Erkrankungen bestimmter Hirnnerven verursacht. Sie treten als Lähmung der Sprechmuskulatur in Erscheinung.

Stimmstörungen können Ausdruck organischer oder funktioneller Veränderungen sein. An organischen Ursachen kommen vor allem Veränderungen an den Stimmbändern in Frage wie z.B. eine Entzündung der Stimmbänder, Stimmbandpolypen, Stimmbandödeme, Stimmbandlähmungen oder auch bösartige Veränderungen an den Stimmbändern. Dies kann sich durch eine Heiserkeit (Dysphonie) oder sogar durch eine Tonlosigkeit (Aphonie) äußern.

Olfakto-Gustometrie (Riech- und Geschmackstests)

Unterschiedlichste Erkrankungen können das Riechvermögen negativ beeinflussen. Oft werden Geschmackstörungen und Geruchstörungen miteinander verwechselt.
Wir können mit der Zunge nur die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter unterscheiden. Alles andere wird gerochen. Beim Essen steigen die Gerüche über den Nasenrachen in die Nasenhaupthöhle und werden in der Riechspalte wahrgenommen.

Bei der Geschmacksprüfung werden Lösungen mit den vier Geschmacksrichtungen auf die Zunge geträufelt und die Testperson soll diese zuordnen.
Für eine eindeutige Diagnose einer Riechstörung, werden dem Patienten verschiedene Lösungen zum Riechen und Identifizieren vor die Nase gehalten.

Schwindel

Schwindel ist Ausdruck einer Gleichgewichtsstörung. Es ist ein Symptom für eine Krankheit und mit unterschiedlichen Symptomen vebunden: Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Kollapsneigung, Ohrgeräusche, Hörstörung, Fallneigung, Gangunsicherheit, Sehstörung. Die Gleichgewichtsstörung tritt bei einigen Patienten nur für Sekunden auf, bei anderen hält sie über einen längeren Zeitpunkt an.
Viele Erkrankungen können zu Schwindel führen oder gehen mit einer Gleichgewichtsstörung einher. Oft ist Schwindel nur das erste Symptom einer Erkrankung. Darum ist eine frühzeitige und genaue Abklärung von großer Bedeutung. Schwindel kann durch Störungen der Gleichgewichtsorgane im Innenohr hervorgerufen werden oder auch eine Störung in bestimmten Hirnregionen sein. Eine häufige Ursache für Schwindel sind Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen im Bereich der zentralen Schaltstellen im Gehirn. Ein hoher Blutdruck, Durchblutungsstörungen bei Einengung der Halsschlagader, sowie Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule mit Muskelverspannungen sind ebenfalls Ursachen für Schwindelbeschwerden.
Auch wenn die Zahl möglicher Ursachen für Schwindelgefühle sehr groß ist, kann durch verschiedene Untersuchungen die Ursache abgeklärt werden und eine wirksame Therapie eingeleitet werden.